Lancea Sancta

“Gott will es!”

Die Dunkle Kirche predigt, dass alle Vampire Teil von Gottes Plan sind. Verdammt dazu, der Wolf in der Menschenherde zu sein, welcher die Sterblichen das Fürchten lehren sollen, damit diese in ihrer Not sich Gott zuwenden. In diesem Sinne sind die Vampire der Lancea Sancta die unmenschlichsten Schrecken einer ohnehin unmenschlichen Rasse: Der Bund zelebriert das Vampirsein als Bestimmung und Richtung allen Seins der Verdammten und verurteilt menschliche Gefühle wie Zuneigung oder Mitleid als Sünde gegen Gottes Plan für die Vampire. Die zentrale Figur im Glauben der Geheiligten, wie die Mitglieder des Sanktums auch genannt werden, ist der römische Legionär Longinus, der Jesus Christus die Lanze in den Leib stieß, als er am Kreuz hing. Die Lancea Sancta sagt, dass Longinus durch Gott verflucht wurde (er also nicht erschaffen wurde). Als wahrhaftiger „Verdammter“ wurde ihm die Mission Gottes offenbart, und als Dunkler Messias bringt Longinus den Kindern der Nacht die Botschaft des Sinnes ihrer Existenz.

DER BUND IN ROSTOCK

Das Sanctum schien anfangs nur durch Bruder Balthasar vertreten und damit unterbesetzt. Auch wenn der Bruder erklärte, dass weitere Mitglieder des Bundes in Bad Doberan schlummern, sah er sich der geballten Macht des Zirkels vorerst allein gegenüber. Zumindest initiierte er damit das erste Treffen der Domäne und legte mit der ersten Messe den Grundstein für seine Gemeinde. Doch schon bald sollten weitere Mitglieder die Reihen des Sanctums verstärken, so dass sich der Zirkel nun einem stärkeren Gegenpool gegenüber sieht.